ERP-Systeme der Zukunft – Technologien wachsen zusammen

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ERP-Systeme sind fortschrittliche Software-Lösungen für unternehmerische Anwendungen und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Systeme werden umfangreicher, skalierbar und intelligenter. Häufig lassen sie sich in kostengünstigen Monatspreisen mieten.

ERP-Systeme werden flexibler

Die digitale Transformation ist ein gewaltiges Unterfangen mit vielen Herausforderungen. Unternehmen fragen sich oft, wo sie anfangen sollen. Welche Transformationen sind am wichtigsten?

Die Modernisierung der IT-Infrastruktur zur Erhöhung der Flexibilität, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit hat für die meisten Unternehmen die höchste Priorität.

Jedoch haben auch die Verbesserung der betrieblichen Agilität und die Aktualisierung von Geschäftsprozessen eine hohe Bedeutung. Hier kommt die Automatisierung von Arbeitsabläufen ins Spiel.

Die Wettbewerbsfähigkeit basiert auf einer schnellen Anpassung an Veränderungen. Die Automatisierung von Geschäftsprozessen ist ein entscheidender Bestandteil der digitalen Transformation. ERP-Systeme bilden das technologische Grundgerüst für Veränderungen.

MDIS ERP
Quelle: www.mdis-consulting.de

Für viele etablierten Unternehmen ist der Weg zum Erfolg und die Entwicklung von neuen Technologien eng miteinander verbunden. Die Weiterentwicklung und Diversifizierung der ERP-Software hat es Unternehmen ermöglicht, neue Technologien in ihre Prozesse zu integrieren. Sie können so ihre Leistungsfähigkeit vorantreiben.

Das heutige Enterprise Resource Planning,

Enterprise Resource Planning, kurz ERP, ist eine Möglichkeit für Unternehmen, Abläufe mithilfe von Technologie zu optimieren. Mit ERP reduzieren Unternehmen ihre Abhängigkeit von menschlichen Eingriffen, indem sie eine Reihe sich wiederholender Aufgaben automatisieren.

Einfach erklärt, beinhaltet ERP integrationsbasierte Lösungen, mit denen mehrere Maschinen, sowohl Geräte als auch Computer, miteinander „sprechen“ können. Mithilfe einer Integrationsplattform kann verschiedene Software zusammengefügt werden, um Teile eines Workflows zu optimieren.

Reybex ERP
Quelle: www.reybex.com

Vorteile der Automatisierung von Geschäftsprozessen

Im Allgemeinen hilft die Automatisierung von Geschäftsprozessen Unternehmen:

  • In der Beschleunigung des täglichen Betriebs

  • Schneller fundierte Entscheidungen treffen zu können

  • Bei der Beseitigung von Prozessengpässen

  • Bei der Reduzierung von regulatorischen Risiken

  • Beim Beseitigen von manuellen Prozessen

Unternehmen möchten immer maximale Produktivität erzielen, indem sie eine minimale Verschwendung von Ressourcen und die besten Gewinnspannen sicherstellen. ERP-Systeme erlauben eine effiziente Steuerung und Verwaltung des Herstellungsprozesses von der ersten Konzeption und Konstruktion über die Planungsphase bis hin zur tatsächlichen Herstellung von Teilen und Endprodukten. Die Software stellt dabei ein effektives Aufgabenmanagement zur Verfügung.

ERP ist ein System, das jeden Schritt des Herstellungsprozesses integriert, um einen reibungslosen Informations- und Betriebsfluss zu gewährleisten. Ein solches System stellt sicher, dass der tägliche Betrieb der verschiedenen Abteilungen, Produktionslinien und Verwaltungsfunktionen effizienter Bestandteil eines Verwaltungsprozesses ist.

ERP, MES und PLM: Die drei Musketiere der Fertigung

Die größte Herausforderung bei der Fertigung besteht darin, das richtige Produkt zur richtigen Zeit zum richtigen Preis anzubieten. Früher kam der Wettbewerbsvorteil aus der Automatisierung und anschließend aus der Digitalisierung.

Mit dem Aufkommen neuer Technologien und moderner Apps sind diese Aspekte zur Norm geworden und nicht mehr ausreichend, um auch in der Zukunft entscheidende Wettbewerbsvorteile zu besitzen.

ERP und Manufacturing Execution Systems (MES) sind unerlässlich, aber diese Systeme alleine sind nicht ausreichend, um Fertigungsunternehmen inernational und national wettbewerbsfähig zu machen.

Sie sind im Grunde genommen unverzichtbare Lösungen zur Automatisierung der relevanten Fertigungsprozesse, damit ein Unternehmen effektiver und effizienter arbeitet.

Vor der Fertigung werden die Produkte in der Produktentwicklung entworfen und konstruiert. Mithilfe von PLM Apps, Product Lifecycle Management, können sie digital entworfen, konstruiert, getestet, virtuell erstellt und zusammengesetzt werden, bevor sie überhaupt in die Fertigung gehen.

Der Kreislauf der Produktherstellung vom fortschrittlichen Produktkonzept bis zum Produktionsstart wird über leicht bedienbare Apps verwaltet.

Die Unternehmensdaten fließen in Echtzeit und gleichzeitig in die PLM-, ERP- und MES-Systeme. Mit unterschiedlichen Integrationsstufen in den verschiedenen Phasen des Produktionskreislaufs werden diese Daten gegen mehrere Datenmodelle und -strukturen abgeglichen.

Die Kernprinzipien zwischen dieser Integration betreffen die Ausrichtung von Produkt- und Unternehmensdaten über den gesamten Produktionskreislauf und die Zusammenarbeit im gesamten Unternehmen, um den effektivsten und effizientesten Fertigungsprozess zu definieren.

Kurz zusammengefasst: PLM trifft technische Entscheidungen, ERP strategische Entscheidungen und MES operative Entscheidungen.

Predictive Maintenance in der Fertigung

Predictive Maintenance, die vorausschauende Wartung, wurde mit der Einführung der Industrie 4.0 möglich. Sie ist Teil der vierten industriellen Revolution, die durch Automatisierung, maschinelles Lernen, Echtzeitdaten und Interkonnektivität vorangetrieben wurde. Ähnlich wie bei der vorbeugenden Wartung ist Predictive Maintenance ein proaktiver Ansatz für die Wartung von Maschinen.

Der Unterschied besteht darin, dass ein Unternehmen Aktivitäten auf der Grundlage einer ständigen Zustandsüberwachung plant. Sobald ungewöhnliche Trends erkannt werden, werden beschädigte Teile repariert oder ersetzt, um kostspielige Ausfälle zu vermeiden.

Das Ziel in Zusammenarbeit mit einem ERP-System ist, die Daten von Predictive Maintenance in das System so einzuspielen, dass die benötigten Ersatzteile frühzeitig bestellt werden können. Also ohne das eine Maschine ausfällt und dadurch die Produktion verlangsamt wird oder vollständig zum Erliegen kommt.

Die intelligente Automatisierung

ERP als Aufzeichnungssystem verschwindet und macht Platz für intelligentes ERP, bei dem Aktionen und Informationen eine Rolle spielen. Intelligentes ERP bietet eine Mischung aus Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, industrieller Blockchain-Lösungen, umfangreichen Datensätzen, einem Fokus auf Benutzererfahrung, Cloud und dem Internet der Dinge, kurz IoT.

Hinweis: ERP-System sind nicht nur für die Fertigungsindustrie gedacht, sondern auch für Bereiche wie die Verwaltung und Organisation, Rechnungslegung, das HR und viele andere.

Unternehmen, die auf intelligente Automatisierung setzen, wollen ihre Produktivität steigern und Kosten senken. Intelligente Automatisierung bietet eine breite Palette potenzieller Anwendungsgebiete.

Ein Beispiel für intelligente Automatisierung ist der Bestellprozess bis hin zur Bezahlung.

Um den Cashflow aufrechtzuerhalten, müssen Unternehmen Angebote erstellen, Bestellungen ausführen, Kunden in Rechnung stellen und bezahlt werden. Viele Unternehmen verlassen sich jedoch auf die manuelle Verarbeitung, die nicht nur langsam und teuer ist, sondern auch zu kostspieligen Fehlern führt.

Intelligente Automatisierung kann diesen Prozess optimieren. Automatisierungstechnologien wie maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz extrahieren automatisch Informationen aus Dokumenten wie Verträgen oder Rechnungen.

Einige andere Automatisierungen umfassen die Auftragserfüllung, das Onboarding neuer Kunden und die Bereitstellung von Konten. Befreit von manuellen Aufgaben können sich die Mitarbeiter auf höherwertige Aufgaben konzentrieren, zum Beispiel mehr Umsatz generieren und einen hervorragenden Kundenservice anbieten.

Process Mining innerhalb eines ERP-Systems

Der Begriff Process Mining beschreibt eine Mischung aus Technologien und Methoden, die in die Bereiche des Prozessmanagements und der Prozessoptimierung fallen. Das Hauptziel von Process Mining besteht darin, zu analysieren, wie Prozesse tatsächlich ablaufen. Die Methode stellt fest, wo sie vom idealen Modell abweichen, welche Probleme auftreten und welche Optimierungsmaßnahmen ergriffen werden sollten, um dann mit der Verbesserung des Prozesses zu beginnen.

Process Mining Algorithmen verwenden Daten aus sogenannten Ereignisprotokollen. Das sind keine typischen Protokolldateien, sondern verschiedene Arten von Datenbanken und Dateien aus den unterschiedlichen Informationssystemen eines Unternehmens. Moderne ERP-Systeme sind in der Lage, Process Mining Daten zusammenzuführen und leicht verständlich darzustellen.

Nachdem die Daten in ERP visualisiert wurden, kann mit der Analyse begonnen werden. Es gibt Filteroptionen, Ursachenanalysen für Probleme, verschiedene Detaillierungsgrade und viele andere Funktionen, mit denen ein Unternehmen dem Problem auf den Grund gehen und seine Prozesse den Anforderungen anpassen kann.

Die Bedeutung von Robotic Process Automation

Mit Robotic Process Automation (RPA) können Unternehmen Aufgaben so automatisieren, wie ein Mensch sie anwendungs- und systemübergreifend erledigt. Der Zweck von Robotic Process Automation besteht darin, die Prozessausführung von Menschen auf Softwareroboter zu übertragen.

Die Roboter-Prozessautomatisierung interagiert mit der vorhandenen IT-Architektur, ohne dass eine komplexe Systemintegration erforderlich ist.

Mithilfe der RPA-Automatisierung können arbeitsintensive Workflows, Infrastrukturen und Backoffice-Prozesse verselbstständigt werden. Diese Softwareroboter können mit einer internen Anwendung, einer Webseite, einem Benutzerportal und vielen anderen Apps interagieren.

Das Hauptziel des RPA-Automatisierungsprozesses besteht darin, sich wiederholende und langweilige Tätigkeiten, die von Menschen ausgeführt werden zu ersetzen und begnen dem Fachkräftemangel durch eine virtuelle Belegschaft.

Das Zusammenführen der Technologien

In den letzten Jahren waren ERP, Robotic Process Automation, Process Mining und KI ein großes Thema unter Experten. Viele Unternehmen haben begonnen, ERP-Systeme als Instrument zur Verbesserung ihrer Betriebsabläufe zu betrachten. Ist das aber genug, um ein Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten?

Process Mining sammelt die Daten aus einer ERP-Datenbank und erkennt automatisch Geschäftsprozesse. Dabei werden der Prozessworkflow und die Abweichungen des Ist-Prozesses sowie die damit verbundenen Ressourcen angezeigt. Durch die vollständige Übersicht kann jede Prozessaktivität sowie ihre Übergangszeiten, Nacharbeiten, Kosten und KPI-Ausrichtungen sofort anzeigt werden.

Mit diesen Erkenntnissen lassen sich schnelle, datengestützte Prozessverbesserungen vornehmen. Sie stellen sicher, dass ein ERP-System von Anfang an mit leistungsstarken optimierten Prozessen aufgestellt wird.

RPA funktioniert am besten bei Prozessen mit wenigen Variationen und geringer Komplexität. Um in RPA erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen den Status ihrer Prozesse kennen und diese optimieren. RPA und Process Mining, beides integriert in ein ERP-System, ist der nächste Schritt in Richtung intelligenter Automation.

ERP vereint mehrere Komponenten der Prozessautomatisierung, indem Tools und Technologien integriert werden, die die Fähigkeit zur Automatisierung der Arbeit verbessern. Hier spielt Process Mining eine Schlüsselrolle, während ERP mit RPA im Kern beginnt.

Die Erweiterung der Automatisierungsfunktionen erfolgt durch die Kombination mit ergänzenden Lösungen wie KI, Analytics und anderen fortschrittlichen Tools.

Wenn Unternehmen mehr Prozesse automatisieren und Wissen generieren können, ermöglicht das eine deutliche Steigerung ihrer Effizienz und Effektivität.

Weitere Entwicklung des ERP-Systems

Durch die Kombination der Technologien von RPA, Process Mining, KI und anderen Tools wird eine durchgängige End-to-End-Prozessautomatisierung ermöglicht. Diese Technologien verändern auch ERP-Anwendungen, mit denen Unternehmen arbeiten.

ERP-Systeme haben sich von jahrzehntealten, unflexiblen und zusammengeschusterten Systemen, die im vordigitalen Zeitalter gebaut wurden, zu leichteren, flexibleren und intelligenteren Anwendungen gewandelt, die das heutige digitale Geschäft vorantreiben. Unternehmen, die für morgen bereit sind, sehen und nutzen die Möglichkeiten von intelligenten ERP-Systemen.

Viele befürchten jedoch, dass durch diese Entwicklung Menschen in Unternehmen überflüssig werden. Diese Befürchtung ist im Moment unbegründet. Zuerst einmal müssen diese notwendigen Algorithmen trainiert werden und das bedarf menschlicher Intelligenz und Fachwissen.

Des Weiteren werden für den operativen Einsatz Fachkräfte benötigt, die bei Sonderfällen oder unvorhersehbaren Ereignissen eingreifen können.

Deutsche Unternehmen tun sich schwer mit der Umstellung auf neue Technologien und investieren nur zögerlich in diese. Unternehmen, die frühzeitig mit dem Einsatz von ERP-Systemen begonnen haben, haben heutzutage nicht nur in Bezug auf Technologie die Nase vorn.

Sie sind auch wettbewerbsfähiger als ihre Konkurrenten und verzeichnen ein explosives Wachstum. Intelligente ERP-Systeme werden in der Zukunft zum unvermeidlichen Instrument, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.

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